D2-Junioren : Spielbericht
6. Spieltag - 03.10.2026 10:30 Uhr
| VfR Bad Lobenstein II | SV 1990 Ebersdorf II | |||
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2 | : | 1 | ![]() |
| (0 | : | 1) | ||
Aufstellung
| TOR | Lexian Gebhardt |
| ABW | Cedric Leupold |
| Jelena Straubel* | |
| Momo Oberländer | |
| MIT | Grig Martrosyan |
| Jan Nazal | |
| Ziad Haysam | |
| STU | Malte FalkC |
| Mika Straubel* | |
| Pavlo Serhiienko | |
| Sidney Mika Oberländer | |
| Timofiy Zaichenko * |
Spielstatistik
Tore
Jan Nazal, Mika Straubel*Assists
2x Grig MartrosyanTorfolge
| 0:1 (11') | SV 1990 Ebersdorf II |
| 1:1 (49') | Jan Nazal (Grig Martrosyan) |
| 2:1 (50') | Mika Straubel* (Grig Martrosyan) |
Lobenstein dreht das Spiel gegen die Löwinnen aus Ebersdorf
Zu Gast war die Mädchenmannschaft des SV Ebersdorf, die sich nur gelegentlich mit ein bis zwei Jungs verstärken muss, um genug Spieler zusammenzubekommen. Die Löwinnen waren vor dem Spiel seit zwei Partien ungeschlagen und hatten altersbedingt einen deutlichen physischen Vorteil. Die D2 des VfR Bad Lobenstein war weiterhin durch die Ausfälle von Torhüter Marec, Aziz und Jack auf der Suche nach einer ausgewogenen Aufstellung – und stand zugleich vor der Herausforderung, bei einem sehr großen Kader von 20 Spielern jedem die Möglichkeit zu geben, am Wochenende am Spielbetrieb teilzunehmen.
Erste Halbzeit: Zu wenig Ordnung, zu wenig Tiefe
Lobenstein kam gar nicht gut in die Partie: zu wenig Ordnung, zu wenig Spielverständnis im Mittelfeld, zu wenig Tiefe im Sturm und zu wenig Positionstreue in der Abwehr. Folgerichtig fiel bereits in der 11. Minute die verdiente Führung der Gäste – die Lobensteiner Abwehr war im Tiefschlaf, vielleicht war der Abend zuvor etwas zu lang. Es gab zwar noch Chancen zum Ausgleich, doch die Laufwege im letzten Drittel stimmten insgesamt nicht, sodass es mit 0:1 in die Pause ging – zum Glück nur mit diesem Rückstand.
Zweite Halbzeit: Doppelschlag dreht die Partie
Die Halbzeitanalyse ergab, dass das Sturmzentrum und die zentrale Mittelfeldposition besser besetzt werden müssen. Außerdem wurde die neu formierte Abwehr angehalten, ihre Positionen konsequenter zu halten und sich in erster Linie aufs Verteidigen zu konzentrieren.
Die Anpassungen zahlten sich sofort aus: Viel Ballbesitz und viele Strafraumaktionen brachten Torabschlüsse und Ecken am Fließband – die stärkste Phase des Spiels. Nur das Tor wollte nicht fallen. Malte, Jan, Grig und Mika scheiterten in Dauerschleife an der überragenden Ebersdorfer Torhüterin Johanna Kröller, die uns bestens aus vergangenen Zeiten bekannt ist: In der Saison 2023/24 trug sie noch das Trikot des VfR, damals als Stürmerin.
Kurz darauf kam dann doch die Erlösung, und zwar mit einem Doppelschlag in der 49. und 50. Minute. Zunächst verpasste Mika zentral einen Pass von Grig, der Ball lief aber durch zu Jan, der am langen Pfosten lauerte und nur noch einschieben musste. Eine Minute später verlängerte Grig einen langen Ball per Kopf zu Mika, der per Dropkick aus 15 Metern unhaltbar in die Maschen traf – Spiel gedreht.
Die letzten zehn Minuten wurden noch einmal schwierig: Die Löwinnen besannen sich auf ihre Stärken und kamen, auch bedingt durch individuelle Fehler auf Lobensteiner Seite, zu guten Abschlussmöglichkeiten. Lex hielt seinen Kasten in der zweiten Hälfte jedoch sauber und überzeugte auch heute wieder durch gutes Torwartspiel und einige tolle Paraden.
Fazit
Die erste Halbzeit kann als notwendiges Experiment angesehen werden, mit dem sich das Trainerteam einen Eindruck von dem ein oder anderen Spieler verschaffen wollte. Pavlo feierte sein Debüt für den VfR, und Sidney, sonst Torwart, wollte sich gerne einmal im Feld probieren. In der zweiten Halbzeit wurde auf bewährte Muster zurückgegriffen: Jelena stabilisierte das Spiel im zentralen Mittelfeld sofort, und Mika sorgte mit seiner Erfahrung für die nötige Tiefe im Sturm und erzielte seinen sechsten Treffer in dieser Saison.
Auch wenn der Rückstand zur Tabellenspitze im Moment nur drei Punkte beträgt, ist sich das Trainerteam einig, dass die individuelle Weiterentwicklung aller Spieler und die Vermittlung von Spielprinzipien in dieser Saison höchste Priorität haben. Gerade knappe Ergebnisse wie dieses sind deshalb im Moment so wertvoll, weil die Spieler bis zur letzten Minute alles geben und über ihre Grenzen hinausgehen müssen. Der große, heterogene Kader gibt dem Trainerteam zudem die Möglichkeit, Spiele in dieser Hinsicht gezielt zu steuern.
Ein großer Dank gilt den Ebersdorferinnen für eine tolle Leistung: Sie hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt und haben uns in einer intensiven, aber sehr fairen Partie die ganze Zeit gefordert. Beide Fanlager können stolz auf ihre Mannschaften sein und sich auf das Rückspiel im nächsten Jahr in Ebersdorf freuen.
Ein Wort des Dankes geht abschließend noch an Schiedsrichter Willi Gersdorf, der eine überzeugende Leistung ablieferte.

