VFR MIT POKAL - AUS IN DASSLITZ
Bernd Schneider *, 06.09.2008
WIEDER FRÜHES POKAL - AUS FÜR DEN VFR Mai mit zwischenzeitlichen Ausgleich - Gelb/Rot gegen Linke OTFB - Köstritzer Pokal SG Daßlitz/ Langenwetzendorf - VfR Bad Lobenstein 2 : 1 ( 1 : 0 ) Torfolge : 1 : 0 Neiß ( 43.) 1 : 1 Mai ( 60.) 2 : 1 Hofmeister ( 73.) SR: Peckruhn ( Altenburg ) - ZU: 100
Über die Verbindung zwischen dem VfR Bad Lobenstein und dem Pokal wurde schon viel orakelt, denn eine Verbindung scheint es nicht zugeben. Entweder man spielt ein Auswärtsspiel nach dem anderen oder verabschiedet sich gleich in Runde 1 zu Hause. Das "Pokalglück" ist zumindest nicht bei den Bad Lobensteinern Mitglied. In der Mannschaftsbesprechung vor dem Spiel sollte auf dem kleinen, hängenden Platz in Daßlitz der Bock eigentlich umgestoßen werden. Mit den bisher 4 Siegen in den 4 Saisonspielen war man eigentlich bestens gerüstet, doch auch die Gastgeber hatten bei 3 Siegen und einem Unentschieden noch nicht verloren. In "ihrem Wohnzimmer" kannten sich die Daßlitzer bestens aus und man merkte vom Anpfiff weg an, daß sie die Hürde VfR aus dem Weg rollen wollten. "Große Bäume fällt man von unten", diesen Spruch gab der Daßlitzer Trainer seinen Spielern noch mit auf den Weg. Tatsächlich kam es so. Der kleine Platz ließ kein Verschnaufen zu, bei jeder Ballannahme des VfR war ein Fuß auf dem des Gegenspielers, oftmals mit mächtigem "Drüberhalten", daß der Schiedsrichter wegen des Spielflusses als "sauber" ansah. Meißt drosch Daßlitz die Bälle aus ihrem Abwehrverbund auf ihre schnelle Außenspieler, die aber hier technisch gewandt, für die nötige Unruhe sorgten. Wechselten sich in den ersten 20 Minuten die Möglichkeiten beider Mannschaften noch ab, nahm der Druck auf das VfR Tor allmählich zu. Doch im Abschluß waren die Gastgeber alles andere als gefährlich. Gute Angriffe nach dem Muster - Ball in die Spitze - abtropfen lassen - Nachrücker schießt - gingen über oder neben das Tor. Der VfR seinerseits versuchte es mit Kombinationen, die Kühnel im Daßlitzer Tor auch nicht ins Schwitzen brachte. Nach 31 Minuten wurde Mai nach einem Solo im Strafraum gelegt, der Schiedsrichter Peckruhn hatte die Pfeiffe schon im Mund, aber scheinbar keine Puste mehr, sie erklingen zu lassen. Oder war es fehlender Mumm, denn klarer kann man keinen Stürmer foulen. Als er nach 43 Minuten noch eine Abseitsstellung auf der linken Seite für die Gastgeber durchgehen ließ, und Neiß noch D. Häßner umspielte und Kessel den Ball ins kurze Eck legte, düften ihn die Sympathien der Daßlitzer sicher gewesen sein. Wenn auch die Halbzeitführung glücklich war, verdient war sie allemal, weil Daßlitz rannte, rackerte und ständig in Bewegung war. Mit mehr Mumm wollte der VfR in den zweiten 45 Minuten das Spiel noch biegen. Das gelang auch nach 60 Minuten, als Sebastian Mai einen Freistoß aus Mittelstürmerposition und 22 Metern ins linke Dreiangel nagelte. Dann hätte es fast noch zur Führung gereicht, denn einen Flankenball faustete Torhüter Kühnel auf den Rücken eines Abwehrspielers und der Ball trudelte gen Torlinie. Mende war aber noch rechtzeitig zur Stelle, um den Ball vor dem Torjubel wegzuschlagen ( 64.). Mittlerweile war es ein offener Schlagabtausch geworden, an dem die 100 Zuschauer ihre Freude hatten. So sollten Pokalspiele laufen. Doch dann gerieten die Gäste erneut in Rückstand. Ein Fehlabspiel von Falk auf Kachold ging ins Seitenaus, der schnelle Einwurf der Hausherren fand Hofmeister auf der linken Seite völlig frei und der besorgte nach 73 Minuten die Entscheidung. Der VfR Bad Lobenstein kam nicht mehr zurück. Auch, weil David Linke eine der oft fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters "kommentierte" und mit Gelb/Rot nach 74 Minuten zum vorzeigten Duschen musste und weil Torhüter Kühnel zweimal blitzschnell gegen Mai und Hölzel klären konnte. Aber auch Kessel hatte noch einige klasse Szenen, bei der er einmal sogar als Feldspieler per Kopfball bei einem Konter klären musste. Trotzdem war es für den VfR ein gutes Spiel, in dem der Kampf zwar überwiegte, doch welches die Mannschaft vor dem Derby kommenden Samstag gegen Grün-Weiß Tanna nicht aus der Bahn werfen sollte.
Der VfR spielte mit : TW Kessel; D. Häßner, Falk, Kachold, Müller, Mai, Gäbelein, Hölzel, Ziermann, Wirth, Linke (GR- 74.)