TROTZ NIEDERLAGE WAR ES EIN SIEG
Bernd Schneider *, 04.06.2008
Wer geglaubt oder gar gehofft hatte, daß der VfR Bad Lobenstein beim Freundschaftspiel am Dienstag Abend gegen den FC Rot Weiß Erfurt das Spiel lange offen halten könnte, sah sich schon nach 15 Minuten eines besseren belehrt. Da führte der Gast aus der Landeshauptstadt nach Toren von Sarvan ( 5.), Kohlmann ( 12.) und Chamki ( 15.) klar mit 3 : 0. Die Mannschaft von Trainer Holger Leube wollte natürlich die Chance nutzen, eine so renomierte Mannschaft zu "bespielen", um so die eigenen Grenzen zu spüren. Die Gelegenheit, die die E-ON Thüringer Energie mit ihrer Möglichkeit der "Heimspiel2008" bietet, nötig schon Respekt und ein großes Dankeschön ab. Vorbild eigentlich auch für andere Vereine der künftigen 3. Liga, deren Fans leider mit sinnlosen Rufen die Gäste des VfR beleidigten und nicht verstanden, daß im Wort Freundschaftsspiel der Kern "Freundschaft" dominant ist. Nicht desto trotz änderte der VfR auch nach dem 3. Tor seine gewohnte offensive Grundeinstellung nicht und versuchte, mitzuspielen. Dies würdigen die 450 Zuschauer mit Applaus für gelungene Szenen. Eine Mauertaktik kam schon für die Einheimischen nicht in Frage, weil mit den verletzten Popp und Munzer und den beruflich verhinderten Michel und Linke gleich 4 Stammspieler fehlten. Vor allem das Fehlen der letztgenannten als eigentlich deffensive "Sechser" machte es den Gästen noch leichter, ihre einstudierten Wege zu gehen und ihre individuelle Klasse zu zeigen. So waren die Tore durch Chamki ( 25.), der eine Flanke von rechts einschob, und noch zweimal Sarvan (28./39.) Leckerbissen für die Fussballkenner. Der VfR selbst hätte gleich in der 1. Minute durch Gäbelein terffen können, er traf die Eingabe von Hölzel aber nicht voll. Auch Mai versuchte sich mit Schüssen, die aber neben dem Tor landeten. Einen Freistoß nach 31 Minuten aus rund 20 Metern parierte Orlishausen im RWE - Kasten in großer Manier. Auch wenn die Gäste in der 2. Halbzeit und einigen Wechseln etwas ruhiger spielten, blieben sie dominat. Dies genau wolllte man beim VfR auch sehen, denn nachdem die frühe Nervosität vorallem bei Torhüter Kessel abgelegt war, hatte sich die Abwehr besser gefunden. Dennoch waren im Mittelfeld Müller und Köcher fleißig, aber überfordert, nochmals etwas Druck zu entwickeln. So konnte der Gast nur noch zwei mal treffen. Geburtstagskind Jabiri (24 Jahre) hämmerte das Leder über Kessels Hände hinweg ins Netz ( 64.) und Hauswald setzte den Schlußpunkt (82.) Wer als Fussball-Kenner vor Ort war, konnte genau das sehen : Den Unterschied zwischen einem Amateurverein und einer Profimannschaft. Und den schönen Reiz, gegen die symapatischen Erfurter zu spielen. Die Spieler des VfR Bad Lobenstein waren nach dem Spiel voll des Lobes von ihren Gegenspielern und dem Managment von RWE. Ein Dank wurde auch dem Vorstand des VfR ausgesprochen, die sich immer wieder dafür einsetzen, Höhepunkte für das Vereinsleben zu schaffen. Nein, es war keine Niederlage für den VfR Bad Lobenstein, es war ein Sieg ! Der VfR spielte mit : TW Kessel - ab 80. TW Kuball, Glüher - ab 46. Häßner, Falk, Kachold, Schmidt, Aust, Müller, Köcher, Hölzel, Gäbelein - ab 72. Fijolek, Mai - 75. Sell. RWE spielte mit :
TW Orlishausen; Kohlmann - ab 46. Stenzel, Pohl, Holst, Nowak, Brückner, Peßolat - ab 46. Heller, Mejia - ab 46. Hauswald, Wolf - ab 46. Cinaz, Chamki, Sarvan - ab 46. Jabiri