Offener Brief
Matthias Grüner *, 01.04.2015
Ohne Nachwuchs keine Zukunft!
Der Jugendfußball ist mit dem Problem konfrontiert, weniger Spieler zur Verfügung zu haben. Dies ist primär auf zwei gesellschaftliche Entwicklungen zurüch zu führen: Erstens auf den demografischen Wandel und zweitens auf das große anderweitige Freizeitangebot.
Außerdem ist bei der Trainer- und Betreuerbesetzung generell eine rückläufige Bereitschaft, sich im Ehrenamt über einen längeren Zeitraum fest zu verpflichten, festzustellen. Städte oder Gemeinden der Größenordnung, z.B. des Altkreises Bad Lobenstein, haben daher zunehmend Probleme, Mannschaften aller Altersgruppen zu stellen und geeignete Trainer und Betreuer zu finden. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Problematik in den nächsten Jahren verschärfen werden.
Um unser oberster Ziel zu erreichen, Kindern und Jugendlichen langfristig die Möglichkeit zu bieten, altersgemäß und ihren individuellen Fähigkeiten gemäß Fußball zu spielen und um Synergieeffekte nutzen zu können, muss eine enge Zusammenarbeit im Bereich Jugendfußball, aller Vereine in unserer Region erfolgen.
Nichts ist für einen leidenschaftlichen Fußballer , egal welchen Alters, schlimmer, als nicht Fußball spielen zu können. Aber nicht, weil eine verletzungsbedingte Pause eingelegt werden muss, sondern, weil es einfach keine passende Mannschaft für die entsprechende Altersklasse gibt.
Sollte man dies Tatsache hinnehmen? Nein!
Welcher Weg führt aus dem Schlamassel? Die Zielstellung steht schnell fest - den KIndern das Fußballspielen zu ermöglichen. Woher nehmen, wenn keine da sind? Was liegt näher, als den benachbarten Verein anzufragen - der übrigens sicher ein ähnliches Problem hat. Verstehen sie das nicht als Aufforderung die Jugend "abzuwerben", sondern als Aufforderung zu konstruktiverZusammenarbeit im Sinne der Kinder, die in eine Jugendspielgemeinschaft münden kann. Denn Spielgemeinschaften sind Zweckgemeinschaften.
Perfekt und passent nur dann, wenn allen Partner bewusst ist, worum es geht. Nämlich darum, den Kindern ihr Hobby zu ermöglichen. Dabei muss jeder Partner seine Befindlichkeiten hinten anstellen.
Letztmalig in der Saison 2011/12 eine A-Junioren. Nächste Saison 2015/16 schon keine B- und C-Junioren dazu. Was das, für den Männerbereich, jeden Veriens bedeutet, ist absehbar. Wir müssen neue Wege gehen und alle an einem Tisch. Der Fußballsport in der Region ist in Gefahr, im Nachwuchs brennt es schon!
Dieser Brief wurde an alle Fußballvereine, in der Region gesendet. Die Bereitschaft vom SV 1990 Ebersdorf, hier etwas zu bewegen, liegt bereits vor. Hier schon einmal - Vielen Dank!
Es sind eigentlich Alle angesprochen, die Interesse am Fußballsport haben und sich über ihre Vereine einzubringen. Sei es mit Ideen, Hinweisen oder durch persönliche Unterstützung und das möglichst im Nachwuchsbereich.