KOSELTALER WERDEN WIEDER BIS ZUM ENDE GEFORDERT

Bernd Schneider *, 25.12.2012

KOSELTALER WERDEN WIEDER BIS ZUM ENDE GEFORDERT

Heimnimbus angekratzt – Zwei Nachholer für das neue Jahr
Groß war im Sommer 2012 die Freude bei den Fussballern der SG Bad Lobenstein/ Eliasbrunn, als es nach zwei zweijährigen Intermezzos in der Landesklasse im dritten Anlauf zum Klassenerhalt reichte. Das aber dieses dritte Jahr nicht leichter werden würde, stand schon vor dem ersten Spiel fest, denn vor allem die spielgestaltenden Abgänge Marcus Großer ( nach Tanna ) und Andreas Michel ( nach Ebersdorf ) sollten sich nachhaltig auswirken. Hinzu kam in der Vorbereitung ein Kreuzbandriss von Stürmer Patrick Nazim, der mit 12 Treffern in der Vorsaison maßgeblichen Anteil am 10. Platz hatte.

So begann dann auch die Hinrunde erwartungsgemäß mit einer 0 : 3 Niederlage beim FC Thüringen Jena, die sich im Gegensatz zu den Koseltalern im Sommer noch verstärken konnten. Das erste Heimspiel offenbarte dann schon alles, was die Ofiziellen und Fans in den weiteren Spielen erleben sollten. Gegen den SV Ehrenhain gab es am Ende ein 3 : 3 Unentschieden, doch eine 2 : 0 Führung wurde binnen 3 Minuten kurz vor dem Pausenpfiff hergegeben. Mehr noch, nach 65 Minuten lag man sogar mit 2 : 3 zurück und nur noch ein Kraftakt brachte in der 89. Minute den Ausgleich. Dieser Punkt wirkt in der Winterpause nun sogar richtig schwer, führt doch der SV Ehrenhain die Tabelle an.

Auch erwartungsgemäß, wenn auch wieder nach einer eigenen Führung, gab es in Eisenberg beim 1 : 4 die nächste Niederlage. Doch bis zum Platzverweis gegen Schlussmann Steven Kessel, der außerhalb des Strafraumes zuspät kam und seinen Gegenspieler traf, sah das Spiel recht gut aus. Um so deutlicher dann der 6 : 2 Sieg zu Hause gegen den Neuling SV Roschütz. In diesem Spiel wirkte nach einer längeren Krankheit Kapitän Janek Köcher erstmals wieder mit, und man hatte die Hoffnung, das sich die Mannschaft gefangen hatte.
Auch der zweite Mann im Kasten der Koseltaler, Richie Steinbach, erledigte seine Aufgaben sehr ordentlich.
Im nächsten Auswärtsspiel hieß der Gastgeber 1. FC Greiz. Doch auch nach einer weiteren 1 : 4 Niederlage war mehr drin, versiebte die Mannschaft viele gut herausgespielte Möglichkeiten. So war die Hoffnung, im dritten Heimspiel gegen den SV Schott Jena II, wieder voll zu punkten, zumal die Jenaer im Vorjahr für den ersten Koseltaler Sieg herhalten mussten. Doch diese Hoffnung ging nach hinten los. Nach der frühen Führung ging die Mannschaft mit 1 : 7 unter, drei Foulelfmeter für Schott II machte es den Gästen zusätzlich leicht.
Das letzte verbliebene Kreisderby zwischen den Koseltalern und dem FSV Schleiz war nun für die Wiedergutmachung auserkoren. Nach dem 2 : 0 Sieg war zumindest kurzzeitig Durchatmen angesagt, auch wenn man gleich die Weidaer Spitzenmannschaft zu empfangen hatte. Die knappe 0 : 1 Niederlage zeigte jedoch, daß die Mannschaft Qualität hat, das Manko, der Sturm, das Verwerten von Chanchen, blieb aber.

84 Minuten rannten die Koseltaler dann in Unterwellenwborn einem     0 : 1 Rückstand hinterher. Mit viel Fleiß gelang noch der verdiente Punktgewinn, wenn auch nach dem Spiel viele von zwei verlorenen Punkten sprachen.

Dieses Fazit musste man auch nach der Punktspielpremiere auf dem neuen Kunstrasenplatz an der Poststraße im Spiel gegen Niederpöllnitz ziehen. Der Tabellen – Letzte kämpfte sich in die Partie, die Koseltaler droschen in der ersten Halbzeit bei böigem Wind die Bälle nur nach vorn. Erst in der zweiten Hälfte wurde dann Fussball gespielt, es reichte aber wieder nur zu einem Punkt bei einem weiteren 1 : 1.
Steigerte sich die Mannschaft beim Niederpöllnitz-Spiel in der zweiten Halbzeit, brach sie nach dem Seitenwechsel bei Traktor Teichel ein. Eine zweimalige Führung reichte nicht, das am Ende ernüchternde       2 : 5 offenbarte die Probleme im Umkehrspiel schonungslos.
Fast hätte es noch mit dem dritten Heimsieg geklappt, doch die Mannschaft von Motor Zeulenroda hatte mit einem Sonntagsschuss in der 89. Minute noch das Glück, das 1 : 1 zu erzielen. Doch auch dieses Spiel hätte schon weit aus früher zu Gunsten der Koseltaler laufen müssen.
Den letzten Punkt des Jahres erschlitterte sich die Mannschaft beim ersten Rückrundenspiel gegen Thüringen Jena. Auf dem glatten Schneeboden im Koseltal war den Glück Tür und Tor geöffnet, dennoch blieb es bei einem 0 : 0, mit dem am Ende beide gut leben konnten.
So geht die SG Bad Lobenstein / Eliasbrunn mit nur 11 Punkten und einen negativen Torverhältnis von -13 in die Winterpause. Die beiden, wegen der Schneemassen ausgefallenen Spiele, werden vor dem Rückrundenstart am 02. März 2013 nachgeholt.
Statistik :

Spiele :
In den 13 absolvierten Spielen gelangen nur 2 Siege ( 6:2 gegen Roschütz / 2 : 0 gegen Schleiz ), 4 Unentschieden wurden in Heimspielen und eines in Unterwellenborn geholt.
8 Heimspiele ( 2 Siege/ 4 Remis / 2 Niederlagen ) bringen mit einem Torverhältnis von 14 : 15 Platz 10 der Tabelle.

In der Auswärtstabelle ist man wie Neuling Silbitz sieglos, 1 Remis und 4 Niederlagen stehen zu Buche. Genau hier muss die Mannschaft ansetzen, denn noch 9 mal muss man in der Fremde antreten.

Tore :
Nur 19 mal trafen die Spieler der SG ins gegnerische Tor. Weniger Treffer haben nur der FSV Schleiz ( 10 ), Niederpöllnitz ( 15 ) und Unterwellenborn ( 16 ). Mit der erhofften Rückkehr von Patrick Nazim im späten Frühjahr 2013 sollte noch einiges zu machen sein.
David Linke ( 5 ), Martin Müller und Oliver Hölzel ( je 3 ), Janek Köcher und Torsten Sell ( je 2 ) führen die interne Torschützenliste an.
Je einen Treffer erzielten Christopher Popp, Christoph Walther, Christopher Kolb und Marcus Richter.
Bei den Gegentreffern ist die SG die „Schiessbude“ der Liga. 32 Gegentore sind in 13 Spielen zu viel.