VfR IST FIT FÜR RÜCKRUNDE
06.02.2010 - Bernd Schneider
VFR IST FIT FÜR DIE RÜCKRUNDE
Rückkehrer Janek Köcher und Denny Gräsel besorgen die Tore
Testspiel : SV Blau - Weiß Neustadt - VfR Bad Lobenstein 1 : 2 ( 0 : 0 ) Torfolge : 1 : 0 Weck ( 47.) 1 : 1 Köcher ( 78.) 1 : 2 Gräsel ( 81.) SR : Prager (Merkendorf) - ZU : 40
Sie war kurz, die Vorbereitungszeit des VfR Bad Lobenstein auf die Rückrunde der Meisterschaft. Nur zwei Testspiele standen auf dem spielerischem Programm, doch die Gegner hatten es in sich. Vergangene Woche das 1 : 1 Remis beim Dritten der Landesklasse, dem FSV Stadtroda und am vergangenen Samstag kam gegen den Tabellenführer der gleichen, höherklassigen Liga, den SV Blau Weiß Neustádt, ein 2 : 1 Auswärtssieg hinzu.
Dabei hatte vorallem die erste Halbzeit viel Rasse auf dem bestens bespielbaren Kunstrasenplatz, wenn auch diese ersten 45 Minuten insgesamt wenig Tormöglichkeiten für beide Mannschaften boten. Dafür ging es im Mittelfeld ständig auf und ab, die beiden Abwehrreihen hatten aber zumeist ihre Gegenspieler im Griff. Beide Mannschaften praktizierten zunächst ein massives Pressingspiel, was immer wieder zu Ballverlusten führte. Der Gastgeber, zuletzt mit einem glatten 5 : 1 gegen Thüringenligist Weida bestens gerüstet, suchte gegen den VfR zunächst den Weg über die schnellen Außenstürmer. Doch unpräzise Abspiele ließen die Bälle meist verspringen. In diese erste Phase des Abtastens versuchte sich Andreas Michel mit einem Distanzschuss ( 9.), der aber ungefährlich war. Neustadt tauchte nach 11 Minuten erstmals gefährlich vor dem VfR Kasten auf. Steven Kessel war jedoch nach einer Ecke mit beiden Fäusten zur Stelle, den Nachschuss zimmerte Neustadts Kapitän Scheuerl neben das Tor. Auch Käppnichs Geschoß aus rund 25 Metern strich um einige Meter neben das VfR - Tor (13.). Die Hausherren wirkten aber bei ihren Möglichkeiten entschlossener, da sie den direkten Abschluß suchten, so wie von Weck (15.) oder Opel (17.) praktiert. Der Gast versuchte sich seinerseits durchzuspielen, was aber bei der aufmerksamen Abwehr meist nur zu einer Abseitsstellung führte. So liefen Oliver Hölzel und Sebastian Gäbelein des öfteren ins Leere. Nach 20 Minuten hätte es dann eigentlich 1 : 0 für den VfR heissen müssen, als Sebastian Gäbelein schön angespielt wurde. Frei vor Neustadts Schlußmann Müller brachte er das Leder aber nicht unter, Müller reagierte großartig. Auch bei einem Freistoß von Benny Wirth, der direkt auf das Tor kam, war Müller Sieger und kratzte den Ball noch über den Querbalken ( 24.). Und erneut Müller, ein drittes Mal, war es, der erneut Sebastian Gäbelein, nach klasse Pass von David Linke, die Schau stahl, als er erneut mit einem großartigem Reflex die VfR - Führung verhinderte (37.) Die letzten 5 Minuten in der ersten Halbzeit gehörten den Gastgebern. Bei Schüssen von Opel und Scheuerl ( 43./44.) hatte aber Kessel keine Probleme. So blieb es torlos bis zum Pausenpfiff, wenngleich sich Neustadt bis zu diesem Zeitpunkt nicht über einen Rückstand hätte wundern brauchen.
Was kaltschnäuzig und abgeklärt bedeutet, musste der VfR gleich zu Beginn der 2. Spielhälfte erleben. Ehe sich die Mannschaft richtig sortiert hatte, bediente Petzold von der Grundlinie hinter die VfR - Abwehr Ronny Weck, der aus 8 Metern nur noch einschieben brauchte ( 47.). Von nun an dominierte der Tabellenführer der Landesklasse, der VfR reagierte nur noch. So kamen Anspiele in die Spitze nicht mehr an, Ballverluste im Aufbauspiel brachte immer wieder die Blau-Weißen in Vorderhand. Aber deren Sturmspiel war zum Glück auch nicht zwingend, so daß es bis 15 Minuten vor Ultimo bei dieser knappen Führung blieb. Die war aber auch Torhüter Steven Kessel zu verdanken, der in zwei Situationen ähnlich reaktionsschnell reagierte wie in Halbzeit 1 sein Gegenüber. So richteten sich die Blicke auf VfR Seite auch auf Janek Köcher, der in der 55. Minute nach seiner Rückkehr vom Oberligisten VfB Auerbach wieder bei den Koseltalern zum Einsatz kam. Und bei dem ersten ernst zu nehmenden Angriff in den zweiten 45 Minuten gelang ihm der Augleich. Benjamin Wirth konnte sich bis zur Grundlinie durchspielen, seine Flanke verfehlte Müller und Janek Köcher köpfte den insgesamt verdienten Ausgleich ( 78.). Plötzlich war nochmal Zug in der Partie, denn nun wollten auch die Hausherren noch einmal treffen. Käppnichs Geschoß drehte sich noch Richtung Dreiangel, doch Kessel "erflog" sich das Leder noch, drehte ihn noch um den Pfosten ( 80.). Auf der Gegenseite zelebriete Martin Müller eine gefühlvolle Flanke, die sich Denny Gräsel mit aller Macht schnappte und das Leder volley ins Netz drosch ( 81.). Als letztendlich Weck mit seinem letzten Versuch erneut an Kessel scheitere ( 88.), den Ball noch an die Querlatte lenken konnte, war der insgesamt glückliche Sieg des VfR perfekt.
Ein Achtungserfolg allemal, wenn man sich auch dafür nichts kaufen kann. Dafür hat man aber bei den Koseltalern das gute Gefühl, daß das Nachholespiel am kommenden Samstag in Kahla kommen kann.
Blau-Weiß Neustadt spielte mit : TW Müller ; Förster, C. Plitzsch, Meyer - ab 53. Grau, Opel - ab 46. Böttcher, Weck, Scheuerl - ab 53. S. Plitzsch, Käppnich, Sturtzmann, Wunderlich, Petzold.
VfR Bad Lobenstein spielte mit : TW Kessel ; Großer - ab 77. D. Häßner, Aust, Müller, Gäbelein, Hölzel - ab 65. Kolb, Ziermann, Wirth, Michel - ab 55. Köcher, Gräsel, Linke.
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